Letztes Update: 30.08.2020
Private Reiseberichte - der Weg ist das Ziel
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Neusiedlersee Teil 2
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Neusiedlersee August 2020 Teil 2
22. August 2020 Samstag
Um 8 Uhr treten wir heute schon in die Pedale in Richtung Andau. Dort soll es einen Campingplatz geben, der für uns drei inkl. Womo, Strom also komplett ca. 16€/N kostet. Das müssen wir selber sehen. Eines vorweg, das sind wirklich Preise wie vor 20 Jahren. Vorher jedoch rollen wir wirklich kreuz und quer durch die Pusta. Vorbei an der Langen Lacke, die fast komplett trocken gefallen ist. Letztlich haben wir uns so an die 10km verfahren. Eigentlich waren ca. 45km geplant und geworden sind es dann knapp 68km. Die Wetterfrösche sagten 27 Grad voraus, geworden sind es dann wieder 32 Grad. Ein leichter Sonnenbrand ist das Ergebnis.

Mit Klick auf die Karte kann die Andau-Route in einem neuen Fenster betrachtet werden.

Unterwegs legen wir immer wieder kleine Pausen ein.
Endlich kommen wir in Andau an. Bei der Ortseinfahrt ist das Camp nicht zu übersehen. Die Preise sind echt der Hammer. Eventuell fahren wir im September noch mal hier her.
Weiter radeln wir zur Brücke von Andau. Hier sind viele Ungarn nach Österreich geflüchtet.
Wer mehr wissen möchte auf Wikipedia: Die Bücke von Andau
Es wird immer wärmer und wir sind froh an der Brücke von Andau ein schattiges Plätzchen für eine ausgiebige Pause zu finden.
Der Grenzkanal...
Leider sind die Radkarten nicht sehr aktuell und wieder sind wir 3km Umweg gefahren. In Wallern ist uns so heiß, das wir an einer Snackbude Pause machen. Einige kalte Getränke strömen durch unsere Kehlen. Gasthäuser sind hier in den kleine Orten schon Mangelware. Die Radwegmarkierung weist uns noch 13km nach Illmitz.
Diesen Rest schaffen wir auch noch. Am Ortsrand von Illmitz wird im Supermarkt noch eine Kleinigkeit eingekauft. Minuten später biegen wir um 15 Uhr in den Stellplatz ein. Alles bleibt liegen und stehen, nur wir zwei flüchten unter die Dusche und Luna genießt eine Schüssel frisches Wasser und dann wir alle den Schatten.
Die Zeit bis kurz von 18 Uhr vergeht wie im Fluge. Beim Fasslkeller ist für uns ein Tisch bestellt. Ein Spieß, ein Schnitzelteller und Flüssigkeiten lassen unsere gemarterten Seelen und auch die Radlerbeine wieder aufleben.
Jaaa.. ihr habt ja recht, der Aperol und der Welschriesling wird bereits vor dem Womo genossen.
Schön langsam zieht der Himmel zu, etwas Wind kommt auf. Oh, ist das herrlich und die Temperatur sinkt auf einen erträglichen Wert.
23. August 2020 Sonntag
Den heutigen Tag wollen wir nach der doch recht kräftigen Tour von gestern mal etwas langsamer angehen lassen. Nach einem reichlichen Frühstück schwingen wir wieder die Radlerwaden um mal kurz die wenigen km zur Anlegestelle der Fahrradfähre zu rollen. Auch hier gibt es am Ufer des Neusiedlersee's ein riesiges Strandbad für die Wasser- und Sonnenhungrigen. Hunde sind jedoch nicht gestattet.
Direkt beim Fähranleger wird heute zum Frühschoppen aufgespielt und wir beobachten ein ablegendes Schiff das rüber nach Mörbisch fährt.
Rund 1km rollen wir zurück um dann rechts in einen Schotterweg einzubiegen, der uns zu den Weissen Eseln bringen soll. Das klappt recht gut, nur dass wir die letzten 100m die Räder schieben müssen, weil sich der Radweg in eine feine Sandpiste verwandelt hat, die ein Pedalieren faktisch unmöglich macht.
Der Aussichtturm war in der Zeit des Eisernen Vorhanges ein Wachturm auf ungarischer Seite.
Wir suchen die vierbeinigen Weißen Esel, finden jedoch nur viele zweibeinige.
Unserer Fellnase Luna ist es schon wieder zu heiß und deshalb wird ein schönes Loch gebuddelt, damit sie im kühlen Sand rasten kann.
So manche Urlauber genießen die Fahrt mit einem Pferdefuhrwerk und Herta muss natürlich den alten Wachturm besteigen und das bringt auch einen guten Ausblick.
Wir rollen gemütlich zurück zu unseren Stellplatz und genießen den Tag mit viel Ruhe und viel lesen. Getreten haben wir heute nur 13 km.
24. August 2020 Montag
Ich habe die Freude eine Schnappfinger mein eigen zu nennen. Dieser linke Daumen macht mir heute echt schwere Probleme. Das blöde dabei, wenn ich was angreifen will, brauche ich immer diesen Daumen und der will gerade nicht so wie ich will. So beschließen wir leider direkt nach Hause zu fahren, damit mich dann morgen Früh mein Hausarzt etwas martern kann. Unterwegs gibt es nur ein Foto von der Burg Schlaining, dann einen Kaffee und einen Ring aus Edelserpentin für Herta in Bernstein. So heißt der Ort.
Gegen 15.15 Uhr erreichen wir unseren Heimatort. Ich räume das Womo aus, Herta räumt weg und zaubert so nebenher noch eine köstliche Pasta mit Anchovis und Butterbrösel mit einem köstlichen Tomatensalat dazu. Danke!

Damit ist die hungrige Seele wieder besänftigt und auch unser Radausflug an den Neusiedlersee hat ein sportliches Ende gefunden.
Ende... bis zum nächsten mal...