Portugal 1
Der Weg ist das Ziel
Private Reiseberichte
www.womo-reisen.net
8.5.2010

Das Wetter spielt verrückt. Viel Regen, nur zwischendurch sehen wir mal kurz die Sonne.

Bei einen Gemüsestand am Straßenrand kurz vor Braga, der drittgrößten Stadt Portugals, kaufen wir frisches Obst und Gemüse und herrliche Oliven. Wir freuen uns schon auf das Abendessen.

In Braga besichtigen wir die Anlage Bom Jesus.
Der Aufgang hat gesamt rund 600 Stufen, wir jedoch kürzen ab und gehen nur 277 Treppen rauf und runter.
Unsere Westies laufen sehr brav mit.

Der Aufgang ist mit vielen Motivbrunnen versehen und um den Dom ist die Anlage mit vielen Blumen geschmückt.
Auch eine künstliche Tropfsteinhöhle ist zu bewundern.
Wie fast bei jeder Besichtigung bisher, haben wir auch diesmal Glück und der Regen fällt erst nachher.
Der Süden zieht uns an, wie ein Magnet, weil hier lt. Wetterbericht weniger Regen und angenehmere Temperaturen sein sollen.

Am Strand von Sao Pedro de Moel  übernachten wir.
Abends endlich mal kein Regen und sogar etwas Sonne bei 19 Grad.

Unser Westie Rüde unterschätzt die Kraft des ablaufenden Wassers und ich muss ihn festhalten, damit er nicht ins Meer gespült wird.
9.5.2010
Nach einem ausgiebigen Morgenspaziergang am Meer, wo das Gehen im Sand so anstrengend wie im Tiefschnee ist, fahren wir Richtung Obidos und müssen in Soa Matinho do Porto vor einer Eisenbahnkreuzung stehen bleiben. Gerade eben bleibt ein Zug stehen und es ergießen sich daraus sicherlich so an die 200 Leute.
Die buntgemischte Gruppe ist sehr freundlich und fast alle sind mit orange-grauen Leibchen bekleidet. Es scheint eine Pilgergruppe zu sein.
Einer von ihnen bietet uns ein Stamperl an; wir denken es ist Schnaps, aber es war geweihtes Wasser.

Die Besichtigung von Obidos ist ein Erlebnis für sich. Die gut erhaltene Altstadt und die großzügige Wehranlage sind auf jeden Fall einen Besuch wert.
Wir bewundern die schönen Azulejos im Eingang zur Burg.
Das Wetter meint es heute gut mit uns.
Schon seit dem frühen Vormittag werden wir mit strahlend blauen Himmel und viel Sonne verwöhnt, so wie wir es uns für Portugal wünschen.

Nach Coimbra finden wir in Peniche auf einer felsigen Halbinsel, die am Sonntag auch von vielen Einheimischen besucht wird, einen schönen Übernachtungsplatz.

Strom haben wir nun dank der Sonne im Überfluss und ich kann mit dem Notebook die HP ohne Stromsparmaßnahmen bearbeiten.

Die Insel rechts ist nur mit einer kleinen Fußgängerbrücke mit dem Cap verbunden.

Jetzt um 18 Uhr haben wir noch 21,3 Grad bei strahlender Sonne und die Halbinsel gehört schön langsam uns alleine und wir bewundern den fantastischen Sonnenuntergang.
10.5.2010
Wir fahren ab Torres Vedras auf die Autobahn und umgehen so dem Verkehrsmoloch Lisboa.

Besonders, da zur Zeit der Papst erwartet wird und das Verkehrschaos durch die vielen Besucher noch vergrößert wird.

Beeindruckend ist die neue 12 km lange Brücke über den Tejo bei Lisboa.

Einige Zeit fahren wir nun schon durch den Alentejo und bestaunen die kilometerlangen Korkeichenallen, die sich mit Olivenhainen und Feigenbäumen abwechseln.

Anfang Mai sind hier schon die ersten Getreidefelder abgeerntet.
Am Lagoa de Santo Andre bei Melides nördl. Sines, finden wir hinter den Dünen um 13 Uhr einen ruhigen und schönen SP.

Der Lagoa ist mit dem Meer durch eine Wasserrinne verbunden.

In Sichtweite haben auch noch vier andere Womo`s hergefunden.

Unser erster Platz, den wir zwei Nächte belegen.
12.5.2010
Die Algarve ist natürlich noch auf unserer Wunschliste.
Ein Abstecher nach Santiago do Cacem wird noch gemacht um die gut erhaltene Templerburg zu besichtigen.

Auf dem Weg nach Carrapateira kurven wir durch den Alentejo.
Die berühmte Riesendüne bei Carrapateira und
die Praia do Bordeira sehen wir uns auch an.


In der großen Bucht gibt es Sanddünen mit feinstem Rieselsand, die wir natürlich erklimmen.

Ein breites Süsswassergerinne erreicht so den Atlantik und wir durchwaten es um die große Meeresbucht zu erreichen.
Weiter geht es an die Praia de Barriga.

Wir kurven mehr als drei Kilometer Schotterstraße bergauf und bergab.

Vom Stellplatz sind wir etwas enttäuscht (stark uneben), aber die Bucht, wo man bei Ebbe in die Nachbarbuchten am Sandstand entlang laufen kann und die Einsamkeit entschädigt wieder.


Und noch einen Sonnenuntergang.
13.5.2010
In der Nacht hat es wieder mal kräftig geregnet, ganz was neues.

Wir kurven die Schotterstraße wieder zurück nach Praia do Bordeira und erreichen nach rund 25 km den südwestlichsten Zipfel Portugals.

Hier an der Steilküste der Algarve stehen wir neben dem Leuchtturm. Einige WoMo´s haben hier die Nacht verbracht. Die knalligen Farben der Blumen zwischen den Felsen beeindrucken uns.

Ach ja - und wenn du genau hinsiehst, kannst du vielleicht am Horizont die Küste Amerikas sehen ;-))
Praktisch gleich nebenan bei Sagres liegt die
Festung von Heinrich dem Seefahrer.

Sie soll bis 1460 die berühmte Seefahrtschule beherbergt haben.


Das Gelände wurde schön renoviert und ist mit der 1928 entdeckten Windrose ein sehenswertes Stück Portugal.

Die kurze Stadtbesichtigung von Lagos machen wir vom Auto aus. Wir fahren entlang des Hafens und sehen eine alte Befestigungsmauer.
Wer die wildromantischen Felsformationen der Algarve an einem Platz besichtigen will, muss unbedingt nach
Ponta da Piedade fahren. Hier sind die bekanntesten Fotomotive der Algarve zu finden.

Beeindruckend und auch etwas ehrfurchtgebietend sind die hohen schroff abfallenden Felsen, die auch mit Höhlen durchzogen sind.

Hier wissen die Portugiesen, wo man das Geld herbekommt. Viele Verkaufsstände und Buden bieten alles was das Herz begehrt und der Mensch nicht braucht.
In Porches wollen wir Töpferwerkstätten besuchen, aber leider war da nichts mehr.
Die beiden Verkaufsbuden die wir dann doch noch finden, sind geschlossen und führen anscheinend nur Industrieware.

Die Algarve ist total verbaut. Nur mehr an wenigen Stellen kann man die Küste von der Straße aus sehen.
Nach mehreren Versuchen, durch die Steinwüsten der Tourismusindustrie suchend, finden wir unter Pinien und noch immer 500 m vom Strand entfernt, nach einem anstrengenden Kulturtage um 16 Uhr endlich einen Übernachtungsplatz.
Wir stehen hier (noch) ganz alleine.

Die Sonne meint es zur Zeit ausnehmend gut mit uns und bei 21,9 Grad haben wir fast wolkenlosen Himmel.
Ein rund 4000 Jahre altes Hügelgrab bei Alcalar liegt noch auf unserem Weg in Richtung Faro und Alentejo.

Auf dem Weg dorthin fahren wir durch große Orangenplantagen.



Eine Felsennixe ist da auch zu bewundern !!






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