31.1.2009

Um 7:20 Uhr verlassen wir Marina di Acate und erreichen auf der Küstenstraße den Ort Marina di Modica.Der erste Platz den wir erreichen, ist mit schönen Steinplatten ausgelegt und rundherum mit wenigstens 15 WOMO´s belegt.
Das ist nichts für uns und so drehen wir gleich wieder um.

Unser Weg führt uns durch den Ort und da entdecken wir in der großen Bucht von Marina di Modica ein WOMO, welches direkt am Wasser auf der Sportbootmole steht.
Und siehe da wir haben unsere Bekannten gefunden.

Das ist ein Hallo!
Das wir da auftauchen würden, damit hatten sie nicht gerechnet. Sie stehen an diesem Platz schon seit November. Unser Treffen wird gleich mit einem Bier begossen.
Nach ausgiebigen Gesprächen über unsere Reise und auch über gemeinsame Bekannte und über das Überwintern an sich, haben wir dann nach mehren Stunden die beiden wieder alleine gelassen. Wir fahren um die Bucht herum und finden am Cap einen recht guten Stellplatz.
Wie zu sehen ist, haben wir Glück und bis auf das Wochenende das Vergnügen genossen, den Rest der Woche ganz alleine zu sein.

Gleich daneben ist ein geschlossener Campingplatz und auch ein im Bau befindliches Hotel. Um das Cap herum führt ein sandiger Weg, an dem viele Sommerbehausungen liegen, aber zu dieser Jahreszeit leer stehen.

Der Rundweg ist für uns natürlich hervorragend geeignet, um mit unseren Westies spazieren zu gehen.

Lustig anzusehen ist dieser Baum, der aussieht wie eine Tanne, jedoch ganz fleischige, längliche Blätter hat.
Am Wochenende kommen dann zwei italienische Familien mit ihren WOMO´s, grillen und die Kinder haben auch ihren Spaß. Das stört uns nicht weiter, denn der Abstand zwischen uns ist groß genug. Störend hingegen ist, dass am Sonntag abends, nach Abfahrt der WOMO´s, dort ein blauer, voller Müllsack zurück blieb. Aber so ist die Müllmentalität der Italiener, je weiter südlich man kommt, desto schlimmer ist es.

Diese Dinge sollte man jedoch ob der Schönheit des Landes, der Kultur und der Natur einfach zur Kenntnis nehmen und/oder wegsehen.
Wenn wir alle wilden Müllkippen fotographiert wollten, könnte damit eine eigene “Foto-Müll-Galerie” gestaltet werden

Das Wetter auf Sizilien kann schon recht böse werden, wenn so wie hier der Horizont schwarz wird. Dann muss man schon mit Sturmböen und anständigen Regengüssen rechnen.
Hier kommt von Norden ein Hagelgewitter angerollt, während im Westen über dem Meer blauer Himmel ist.
Nach zehn Minuten ist alles vorbei und die Sonne lacht wieder zwischen den vom Wind getriebenen Wolken hervor.

Am nächsten Morgen ist das wieder ganz anders und die Sonne verwöhnt uns wieder mit 20 Grad plus.

Wie wunderschön dieser Tag ist, sieht man hier auch an diesem Sonnenuntergang.
Hier sitzen wir solange, bis die Sonne hinter dem Horizont verschwindet. Dann wird es sehr schnell finster und wir ziehen uns in unser WOMO zurück.

Einen super Service hat uns ein sizilianisches Bäuerlein geboten. Alle zwei Tage kommt er mit seinem motorisierten Dreirad vorbei und hat immer frische Tomaten, verschiedenes Obst, Käse und frischen Ricotta dabei. Wichtig ist natürlich auch der ausgezeichnete Rotwein im 5 liter Kanister.

Ach ja, leider habe ich beim Reinigen meine DigiCam demoliert. Weiter Fotos müssen wir dann mit der VideoCamera machen.

Am 7.2.2009 verlassen wir den Platz am Cap und wegen einem kräftigen Sturm in der Nacht verbringen wir die folgende windgeschützt in einer praktisch leeren Sommersiedlung.

So vergehen die letzten Tage wie im Flug mit und ohne Sonne.

8.2.2009
Am Morgen fahren wir weiter zum cava grande di cassibile. Dabei kommen wir wieder mal durch Avola, welches wir noch von der Anreise in schlechter Erinnerung haben. Wir hatten uns nämlich wegen dem Navi in den schmalen Straßen total verfahren und auch jetzt führt uns das Navi auf nicht nachvollzeihenden Wegen wieder aus Avola heraus.

Auch wenn es nicht so aussieht, das ist ein Gummibaum!

Knapp zehn Kilometer nördlich der Stadt Avola liegt das vom Fluss Cassibile ca. 250 Meter tief in einen Ausläufer der Monti Iblei geschnittene Tal Cavagrande, ein Canyon von ca. 10 Kilometer Länge mit ost-westlichem Verlauf. (Quelle: http://de.wikipedia.org)

Unserer erster Weg zum Sizilianischen Grand Cayon wird je unterbrochen wegen einer Straßensperre. So bleibt uns nichts übrig, als wieder mehrere Kilometer zurück und dann über eine Route von Avola aus zum Cayon zu fahren, hoch hinauf zum leider geschlossenen Besichtigungsbereich.

Es ist aber auch so atemberaubend, in die tiefe Schlucht hinunter zu blicken.
Rechts am Foto sieht man den Weg, der in Serpentinen zum Grund der Schlucht führt.

Nach ausgiebigem Spaziergang und tollen Ausblicken in den cava grande di cassibile geht es wieder runter Richtung Küste.

Auf halber Höhe gibt es einen Aussichtsparkplatz, den wir für unsere Mittagspause nutzen. Hier ist erst zu sehen, welch große Stadt Avola eigentlich ist.

Der Blick auf die Stadt und das Meer von hier oben, ist einfach fasziniernd.
 

Nach dem wir die Küste wieder erreichen, wollen wir uns
Aci Trezza ansehen. Das Navi führt uns über diese “Hauptstraße”. Wir fahren in dieses kleine Fischerdorf, wo am kleinen Hafen anscheinend gerade eine lustige Hochzeitsgesellschaft unterwegs ist. Die Mole ist bevölkert von mehreren Katzen, die hier sicher ein gutes Leben führen. Unsere Hunde hätten sie auch zum fressen gern. Nachdem keine ruhige Nacht absehbar ist, beschließen wir nach Santa Tecla weiter zu fahren.
Und das ist gut so, denn ansonsten hätten wir das nächste Foto nicht machen können.  

Wir erreichen Santa Tecla am späten Nachmittag und finden auf einem Parkplatz einen ruhigen Übernachtungsplatz. Außer uns ist nur noch ein französisches WOMO da.
In der Ferne, mit einer Wolkenhaube, ist der Aetna zu sehen.
Nach dem Abendessen laufen wir mit den Hunden dreimal um den großen Parkplatz und fallen recht bald in unsere Betten.

9.2.2009
Um 5 Uhr früh muss unser Hündin mal raus. Der Käptn ist für solche Dinge zuständig und so muss ich mein warmes Bett verlassen. Jacke angezogen und raus in die kühle Morgenluft. Zu der Jahreszeit ist es um fünf Uhr natürlich noch finster.

Und wie ich da so draussen stehe und auf die geschäftlichen Erledigungen meiner Ivonn warte, fällt mir ein seltsames dunklerotes Glühen am Horizont ins Auge.
Plötzlich geht mir ein Licht auf. Das ist die glühende Lava vom Aetna.
Ich sofort rein ins WOMO, meine Frau aufgeweckt, die VideoCamera hervorgeholt und mit eingestellen Nachtmodus habe ich dann den Aetna herangezoomt. Das war nicht so einfach, weil man wackelt da doch etwas.

Ein Erlebnis ist es aber doch. Wann sieht man denn glühende fließende Lava!
Am nächsten Morgen fahren wir dann bei Praiola an den Strand und sehen die Lavaschneise als dunklen Fleck am schneebedeckten Aetna.

Bei Praiola finden wir dann endlich wieder einen Zugang zum Wasser.  Die schwarzen, nassen Steine glänzen uns entgegen. Die Hunde und unsere Navigatorin laufen den Strand entlang und unser WOMO ist dann um ein paar Kilo Steine schwerer.

Vor Praiola gelangen wir in eine Sommerwohnsiedlung, wo fast alle Wege zum Meer abgesperrt sind. Bei der Ausfahrt haben wir dann eine Begegnung der dritten Art mit der Polizei. Die denken anscheinend, wir wären Schmuggler oder so was. Nachdem sie einen kurzen Blick in unser WOMO werfen, können wir jedoch weiterfahren.
Einen Platz am Wasser hätten wir schon gefunden, dort sind aber dermaßen viele freilaufende Hunde unterwegs, dass wir gleich wieder umdrehen.

Die Navigatorin will noch Taormina besuchen. Während der Fahrt beginnt es heftig zu regnen. Wir kurven die Serpentinen nach Taormina hinauf, rein in die Stadt und immer höher hinauf. Von einem freien Parkplatz in den immer enger werdenden Gassen keine Spur. Nachdem der Käptn schon ziemlich genervt von der Parkplatzsucherei ist, wird dann mit mehrmaligen Reversieren das WOMO gewendet und das regnerische Taormina wird wohl auf den nächsten Sizilienbesuch und besseres Wetter warten müssen.
Von Taormina aus beschließen wir Sizilien zu verlassen. Bald erreichen wir Messina und setzen mit der Fähre auf das Festland über.

weiter... an die Westküste



Sizilien 2009 Marina di Modica
Der Weg ist das Ziel
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