Italien-Ostküste 2012
Dienstag 28.2.2012
Auf den Wetterbericht ist auch kein Verlass.
Gleich am Morgen stürmt es wieder und wir richten die Nase gegen Brindisi. Unterwegs stehen wir in
Lido di Specchiolla” und machen hier Mittag auf einen riesigen kostenlosen Parkplatz, halbwegs windgeschützt.
Vorbei an Alberobello, das wir schon bei unserer ersten Sizilienreise 2004 besichtigt haben, schauen wir immer noch nach den typischen Kegeldächern aus.
Weiter geht es nach “Bisceglie”, wo wir nach langem Suchen endlich einen passenden Übernachtungs-Parkplatz finden.
An der Ostküste ist das freie Stehen nicht mehr so einfach wie auf Sizilien. Alles ist abgesperrt,  die Küsten sind verbaut und die Bahnlinie läuft oft direkt am Wasser entlang. Fotos gibt es hier keine, denn es ist schon fast finster und wir sind froh, den Tag beenden zu können.
Mittwoch 29.2.2012
Nach einer recht ruhigen Nacht sind wir früh auf den Beinen um recht bald wieder ein wenig Kilometer zu machen.
Wir entern die Autobahn bis Rimini um uns endlich mal San Marino an zusehen. Die AB deswegen, weil die vielen endlosen Ortsdurchfahrten an der Küstenstraße uns schon früher mal viel Nerven gekostet haben.

Jetzt glauben wir zu wissen, warum es in Italien so kalt ist. Die Abruzzen sind entgegen den letzten Jahren bis in tiefe Lagen verschneit.
Nach ereignislosen 610 Tageskilometern klettert unser LT hoch hinauf nach San Marino. Hoch oben finden wir jedoch keinen Stellplatz und so müssen wir wieder runter und finden endlich den Campingplatz von San Marino. Der Platz ist noch ziemlich leer und zugeschneit. Gegenüber einem Womo aus Nürnberg beziehen wir Stellung und kommen gleich mit den Nachbarn ins Gespräch. Am Abend besuchen wir mit unseren Nürnbergern das Restaurant. Eine gute Pizza und einen tollen Hauswein gönnen wir uns und das zu einem wahrlich günstigen Preis von in Summe 22€. Als Zugabe gibt es noch obendrein ein Danke vom Haus in Form von “Limoncello” und hausgemachten Kuchen.
Donnerstag 1.3.2012
Buskarten bekommen wir in der Rezeption vom Campingplatz um wenige Euro.
Um 9.18 Uhr steigen wir mit unseren Fellnasen in den Bus und werden recht flott nach oben in das “alte” San Marino kutschiert. Viele recht enge Straßen und viele Geschäfte, alte schöne Gebäude, eine Basilika und eine herrliche Aussicht auf die tief verschneite Umgebung.
Mittag sind wir dann wieder im Camp und kurbeln die Serpentienen wieder hinunter an die Küstenstraße.
Abends verlassen wir um 17.30 Uhr die AB um nach einigen Fehlversuchen, in der Nähe von Portogruaro in “Santo Stino di Livenza” neben der Kirche einen ruhigen Ü-Platz zu finden. Fot gibt es keinen, nur ein Parkplatz, sonst nix.
Freitag 2.3.2012
Die restliche Strecke in die Heimat legen wir auf der AB mit einer kurzen Unterbrechung in Tarvis, kurz vor der österreichischen Grenze, zurück um nochmal einzukaufen.

Wir waren ein wenig im Stress! Das Wetter, die Kälte in Süden Italiens, der Sturm, war uns einfach zu viel. Deshalb sind wir nun doch recht flott in Richtung Norden gefahren.

Eines vorweg - ich schreibe nun den restlichen Sätze in meinem Wohnzimmersessel sitzend.
Genau, wir sind zu Hause - angekommen am Freitag gegen Mittag.

Auf Achse waren wir insgesamt 82 Tage und 4818 km.

Danke an alle Womo.Freunde, die hier mitgelesen und uns begleitet haben!

Ende -  bis zum nächten Mal