Sonntag 11.6.2017
Unser nächster Stop entlang der Mosel ist Zeitlingen. Gerade mal 4 km weiter.
Hier finden wir nette Figuren aus Pappmache, die an der Straße herumlümmeln. Ein großer Flohmarkt rundet das Ganze ab. Beim Pommes-Stand nehmen wir ein zweites Frühstück zu uns. Eine uralte Weinpresse springt uns auch in die Linse.
Juni 2017 - an der Mosel - Teil 2
Der Weg ist das Ziel
Private Reiseberichte
www.womo-reisen.net
 
Der junge Mann freut sich sichtlich eine Flasche Wein ergattert zu haben !!
Wir überqueren die Mosel in Zeitlingen um an der linken Seite nach Kröv zu gelangen. Wir mach einen kurzen Stop um den berühmten Kröver-Nacktarsch zu kaufen. Gekeltert aus der Rieslingtraube. Das Dreigiebelhaus war noch geschlossen und so laufen wir etwas weiter.
Das müsste eigentlich Franz von Asisi sein.
Der nächste Weinbauer wartet schon freundlich lächelnd in seinem Keller und bietet uns gleiche eine Weinprobe an, die natürlich gut ankommt. Drei Flaschen wandern ind den Rucksack um unseren "Weinkeller" im Wohnmobil zu füllen.
Weingut Schnitzius in Kröv an der Mosel
www.schnitzius-weine.de
mit freundlichen Genehmigung
In Kröv halten wir uns nicht lange auf. Das Womo bringt uns nach Traben-Trarbach. Eine schöner Ort links und rechts der Mosel mit einem Brückenportal, das sich sehen lassen kann.
Das alte Postamt von der Brücke aus, die evagelische Kirche und ein Brunnen und noch viel Schönes.
In Traben-Trarbach finden wir noch die kath. Kirche St. Nikolaus. Gleich um zwei Ecken ist aussen an einem Turm ein Glockenspiel, das täglich um 12 Uhr mehrere liebliche Ständchen läutet.
Bald danach rollen wir weiter nach Biedern, wo wir direkt an der Mosel, an steilen Weinbergen die Nacht verbringen wollen.
Auf der Landesstraße plötzlich SPERRE. OK, als abgebogen von der Mosel und die Nase in Richtung Alf. Dort angekommen sind wir in der Klemme. Alles ist abgeperrt. Ein ganztägiges Fahrrad-Ereignis und das Autofrei. Wir kommen nicht weiter und müssen 4 Stunden warten bis die Sperre um 18 Uhr aufgehoben wird.
Wir nutzen die Zeit und fahren hoch auf die Marienburg. Bei 32 Grad laufen wir die restlichen 500m hoch zur Burg, die heute ein Jugendgästehaus ist. Der Ausblick ist natürlich wieder überwältigend.
Die restliche Zeit verbringen wir schlafen und lesen auf dem Parkplatz und endlich ist es 18 Uhr. Unterwegs sehen wir die steilsten Weinbaugebiete mit 60% Steigung. Zum Ernten brauchen die Weinbauern wahrscheinlich Steigeisen und Seil.
Rund 20 km weiter finden wir rasch den Stellplatz in Briedern. Das Radler-Fest hat nun am Abend für uns doch was gutes, die Gastronomie ist noch vor Ort und wir kommen günstig zu Bratwürstel und Bier.
Ein kleines Oldtimer Traktoren-Treffen rundet das ganze ab.
Bei weit offenen Fenstern steigen wir wegen der Hitze erst um 11 Uhr in unsere Betten.
Montag 12.6.2017
Um 6 Uhr werden wir wieder vom Hubschrauber geweckt, der auch hier die Weinhänge besprüht. Erst hat es nach einen bewölkten Tag ausgesehen, nun um 9 Uhr ist es wieder sonnig und warm sowieso.
Unser Weg führt uns weiter zur Burg Metternich. Ziemlich steil geht es hoch auf den Busparkplatz. Kaum 10 Minuten brauchen wir um den Eingang der privaten Burg zu erreichen. Wir müssen auf den Klingelknopf drücken um den Kellner, der auch anscheinend Mitbesitzer der Burg ist, zum verschlossenen Tor zu locken. Sehr freundlich wird uns aufgesperrt. Herta entert schnell mal den Turm mit 115 Stufen.
Ich setzte mich derweil unter einen Sonnenschirm und genieße ein dunkles Bier. Herta knippst von oben und kaum ist sie wieder bei mir herunten muss natürlich ein Kaffee Dopio bestellt werden. Nach dem Genuss desselben, laufen wir noch etwas durch die Burg und nach rund einer Stunde gehen wir wieder hinunter zum Womo.
Wer von unseren lieben Lesern genau aufgepasst hat, dem wird nun auffallen, dass diese Moselschleife bei Burg Metternich der selbe Blick ist, wie auf der Startseite der Moselreise. Nun ist es uns gelungen, endlich den Standort zu finden, wo unser lieber Freund Peppo sein Foto geschossen hat. Der Ausblick ist einfach sensationell.
Nach dieser Burg wollen wir eigentlich nur noch EINE Sehnswürdigkeit besuchen, nämlich Cochem.
Aber was da dann rausgekommen ist, laßt euch überraschen....

Cochem ist die letzte größere Stadt vor Koblenz. Fast am Ortsausgang findet sich ein Parkplatz, den wir mit dem Wohnmobil auch benützen dürfen. Diesmal werden ausnahmsweise keine Walking-Stöcke mitgenommen. Luna wird angeleint, ihre Tragtasche in den Rucksack gesteckt, und ich bin gleich mal froh, dass ich meine Jacke mitgenommen habe. Es weht ein kalter Wind, der gerade mal in der Sonne erträglich ist. Entlang der Mosel laufen wir rund 1km in den Ort. Auch ein wenig Bargeld muss wieder mal aus dem Automaten gezogen werden. In der Zwischzeit besorgt Herta eine Stadtplan bei der Touri_Info.
Der Shuttle-Bus hoch zur Reichsburg läßt uns noch etwas Zeit und wir wandern kurz durch den Ort.
Eine Gruppe Niederländer wartet auch auf den Bus, der somit brechend voll ist. Die Fahrt durch die Fußgängerzone ist atemberaubend.
Oftmals sind nur noch wenige Zentimer Platz zwischen Bus und Fassade. Nach rund 10 min. Fahrzeit steigen wir aus dem Bus, laufen noch 200m hoch und nach den obligatorischen Fotos kehren wir ein die Burgwirtschaft zu eine kleine Mittagsimbiss.
Das Bahnhofsgebäude
Um 12:40 Uhr bringt uns der Shuttle-Bus hoch zur Reichsburg.
Ist das der Froschkönig ??
Warum müssen diese schönen Aus- und Ansichten immer nur soweit oben sein ;.))
Mit dem Shuttle-Bus fahren wir um 13:48 Uhr wieder hinunter an die Mosel. Fachwerkhäuser sind hier einfach immer zu sehen.
Das Rathaus
Entlang der Mosel laufen wir zurück zum Womo, das gut geplant, im Schatten eines großen Baumes steht, super !!!
Wohin geht die Reise ?? Irgendwie hat sich das anscheinend schon abgezeichnet. Als nächstes erscheint und die Burg Pyrmont auf dem Besuchs-Schirm. Und oh Wunder, wir fahren direkt in die Eifel. Diese Burg ist im Womo-Führer recht gut beschrieben. Leider haben wir das Pech, das die Burg jetzt um 16 Uhr bereits geschlossen ist.
Luna ist neugierig auf die tierischen Freunde aus Gras.
Gerade mal 1km weiter entdecken wir die Pyrmonter Mühle. Anno 1350 erbaut und auch heute noch nach mehren Renovierungen als Ausflugslokal in Betrieb. Unter der Mühle fließt noch heute der Bach, der vor hunderten Jahren als Mühlbach gediehnt hat.
Ja, Ja, gewundert haben wir uns selber auch schon, die Zeit läuft und läuft und auf der nicht geplanten Route (durch die Eifel) kommt uns unterwegs noch der Ort Münstermaifeld in die Quere.
Der Ort liegt am Eifel-Camino.
Gehört also zu den großen Pilgerwegen, die irgendwie alle nach Spanien und Santiago di Compostella führen.
Was wir da sehen, einen großen Dom (Münster) mit einer breiten wuchtigen Front, das haben wir nicht erwartet.
Ein gewaltiges Gotteshaus, herrliche lebensgroße Statuen, einen wirklich wundervollen Flügelaltar und vieles mehr, whoooo.....
Wir wollen zurück an die Mosel, zumindest auf eine Stellplatz. Wir sind müde, Luna auch. Kein Übernachtungspaltz im Sicht.
Nun läuftt uns auf dem Weg zur Mosel auch noch die Burg Eltz vor die Linse. Hier gibt es aber nur eine kurzen Foto-Stop.
10km weiter und hinunter in das Moseltal.... wieder kein passender Stellplatz.....
Es bleibt uns nicht weiter übrig als bis nach Löf zu fahren. Hier findet sich bei einem Womo-Ausstatter ein Stellplatz.
Nachdem es nun bis Koblenz nicht mehr weit ist und ein verlängertes Wochenende bevor steht, merken wir eigentlich jetzt erst, dass uns die Mosel viel schönes mit gegeben hat, aber nun haben wir genug. Wir wollen ein Ende machen, mit der Mosel.
Ab Morgen früh fahren wir wieder zurück in die Eifel.

Und nun ist Schluss - ich bin hundsmüde - bis morgen ......