Sizilien - 2019 März
1. März 2019 Freitag
Kurz vor 10 Uhr fährt uns Salvo zu den Ausgrabungen, bzw. dem Parco Archeologico Neapolis. Wir kaufen uns zwei Tickets um je 10€, was ich OK finde. Seltsam ist für uns wieder einmal, dass der Ticket-Shop - Biglietteria - doch um einiges vom Eingang zu den Ausgrabungen entfernt ist. Aber was solls, wir entern den Parco und laufen gleich mal zum Ohr des Dionysos. Vorher ein paar Bilder von Blümchen und dem Eingangsbereich.
hoffentlich kommt das kleine Steinchen nicht herunter...
Das Ohr des Dyonisos, eine Höhle die aussieht wie ausgewaschen und mit dem Meißel nachbearbeitet.
Ewig hoch und je weiter wir reingehen, desto dunkler wird es und das Gurren der Tauben, die ganz oben hineinfliegen ist auch am Grund zu hören.


Wer mehr über Syracusa und das Ohr wissen möchte:
https://de.wikipedia.org/wiki/Syrakus
Wir laufen den Weg zurück und wenden uns zum Griechischen Theater - Teatro Grecco -
echt beeindruckend, die Größe.
und dann noch das Amphietheater - sind das hier Sarkopharge - sieht jedenfalls so aus...
Die Zeit vergeht wie im Fluge und wir spüren wieder unsere Beine. Einige 100m weiter besuchen wir noch die Chiesa Madonna delle Lacrime. Ein hochmoderner Kirchenbau, der sehr hoch in den Himmel ragt und sehr beeindruckend wirkt. Im Park vor der Chiesa stehen viele Plastiken. Einige davon könnt ihr hier sehen.
Zurück am Parkplatz vor dem Parco Archeologico leisten wir uns ein Taxi zum Duomo Siracusa. Die Füße sind schon ziemlich müde.
Leider sind uns die Aufnahmen von gestern irgendwie im Nirwana verschwunden und wir wollen einige Bilder nach holen.
Beim Zurücklaufen zum Ponte Umbertino fallen uns noch einige Dinge ins Auge und in den Fotoapparat.
Am Ponte Umbertino setze ich mich auf eine Bank um in der Sonne zu warten, bis Herta vom Pantheon wieder zurück ist und wir von Salvo abgeholt werden.
Aber oh Glück und Wunder, Salvo steht mit dem Auto an der Kreuzung und wir sind eigentlich froh, unsere Füße auch, schon einsteigen zu können. Beim Pantheon bleibt Salvo stehen, um Herta einige Fotos zu ermöglichen. Das Pantheon ist jedoch geschlossen und außer einer Aufnahme von draußen ist nicht mehr zu holen.
Und nochmal bleibt Salvo bei einer Tankstelle stehen, uns ist das Brot ausgegangen.

Wir sind rechtschaffen müde und setzten uns in die Sonne zum Rasten.
Katz und Hund sind um uns herum und Salvo stellt Spaghetti Nero auf den Tisch.
Leider ist das jedoch nichts für uns, aber es sieht gut aus und die anderen Camper lassen sich das schmecken.


So endet unser anstrengender Besuch in Syracusa und morgen früh wollen wir weiter nach Brucoli.
2. März 2019 Samstag
Gegen 9 Uhr rollen wir von Syracusa ab in Richtung Brucoli. Da wird jedoch nichts draus, denn es fängt an zu regnen und zu stürmen.
Also geht es gleich weiter nach Messina. Unterwegs noch einen Abstecher nach Praiola an einen schwarzen Strand.
Herta will einige schwarze Steine mitnehmen.
In Messina angekommen, mit der Fähre ans Festland und auf der AB nach Tropea.
Wir breiten den Mantel des Schweigens über die letzten Stunden, denn unser Navi hat wieder einmal komplett verrückt gespielt. Mit einstündiger Verspätung kommen wir in Tropea an. Die Verkehrsführung ist sehr gewöhnungsbedürftig und endlich finden wir den Campingplatz Marina delle Sole. Morgen wollen wir ohne weiter Besichtigung nach Diamante weiter fahren. Wir haben uns das etwas anders vorgestellt.
3. März 2019 Sonntag
Wer mehr über Tropea wissen möchte: https://de.wikipedia.org/wiki/Tropea

Besonders bekannt ist Tropea für seine roten Zwiebeln (cipolle rosso, auch cipolle di Tropea), die besonders süß schmecken.
Unsere Nerven haben sich mit dem Rollen der Wellen und einer ansonsten ruhigen Nacht wieder beruhigt. Der Platz bringt außer Strom eigentlich nichts. Die Toiletten sind im Bau, die Duschen kalt bis mit Blättern und Ästen vom Winde verweht. Aber man hat ja alles an Bord.

Nun wollen wir doch noch versuchen den Felsen der Santa Maria dell’Isola zu besteigen.

Ja, wir sind doch noch in Tropea unterwegs. Nachdem wir rund 2 Stunden durch die Altstadt wandern, düsen wir in Richtung Diamante. Um 14 Uhr kommen wir an, richten uns ein, DUSCHEN, MITTAGESSEN um drei und dann RELAX.

Ich bin heute so müde, dass ich den Beitrag von heute erst morgen schreiben werde. Gute Nacht.
4. März 2019 Montag
Es sind heute um 15 Uhr 20 Grad im Schatten. Eigentlich wollte ich den Bericht von gestern im Freien in der Sonne sitzend schreiben.
Der Wind ist zwar nicht stark, jedoch so unangenehm kalt, dass er mir in die Ohren beißt. Nun sitze ich im warmen Womo und hoffe, dass die Schreiberei weiter geht.
Wir ihr ja schon mitbekommen habt, sind wir gestern vormittag nun doch noch nach Tropea reingegangen.
Erstmal laufen wir einige Meter in Richtung des Felsen der Santa Maria dell’Isola um die Kirche zu besichtigen, viele Stufen sehen wir schon von weitem. Aber für mich persönlich - oh Glück - ist der Aufstieg heute gesperrt. Herta läuft hoch bis zur Mitte der Stufen und winkt brav nach unten.
Zu meiner Freude und derer meiner Kniegelenke war es zuerst notwendig, gezählte 111 Stufen nach oben zu stöhnen, wenn wir nicht mit dem PKW rundherum und hoch fahren wollten. Und das, wollten wir keinesfalls. Die Straße hier unten ist eine Einbahnstraße und dreht dann in Serpentinen wieder hoch in den Ort. Das gibt mit dem Womo später beim Hochkurbeln sicher viel Freunde.
Oben angekommen, gibt es natürlich die besten Aussichten.
Der Hafen von Tropea, gesehen vom Vorplatz der Normannischen Kathedrale aus

Köstlicher Kaffè und ein frisch gepresster Orangensaft wecken unsere Lebensgeister...
Nach weiteren offenen Kirchen, wandern wir weiter durch Tropea, jedoch Pech gehabt, die sind alle zu.
Wieder am Ort der Qualen, 111Stufen nach unten, angekommen - wirft sich Herta mit Luna noch schnell mal einer Kanone in die Arme.
Zum Abschied von Tropea nochmal zwei Blicke nach unten, ist schon schön - dann geht es mit knackenden Gelenken die vielen Stufen hinunter - man wird halt nicht jünger ;-))

Nun wird es aber wirklich lustig. Das Womo ist rasch fertig gemacht und wir rollen nach dem Bezahlen der Übernachtung in die schon oben erwähnte Einbahnstraße. Die beiden Serpentienen haben es wirklich in sich. Mit unseren heißen 82 PS schnauft das Womo gerade noch so den Berg hinauf. Die geplante Umfahrung um Tropea herum können wir auch nicht nehmen, denn hier wird es sehr eng - 1,90 hoch und breit.
Es bleibt uns nur die enge Kurverei durch den Ort und endlich ist das Hinweisschild "Autostrada" entdeckt, dem wir nun ohne gröbere Probleme folgen können.
Von hier rollen wir rund 190km in Richtung Diamante und nach vielen Kurven kommen wir endlich auf die Autobahn bis zur Abfahrt Falerna.
Nun noch rund 95km die Küste entlang bis nach Diamante zum Camp Lido Tropicana und hier wollen wir mind. 1 Woche bleiben.
Die ersten Bilder von gestern Nachmittag gefallen uns schon mal und natürlich besonders die von heute früh.