Kalabrien & Basilicata

 

Dienstag 21.2.2012
Um 8.30 Uhr nehmen wir die letzten Kilometer nach Messina unter die Räder. Um 9.20 Uhr legen wir mit der Fähre ab und verlassen nach mehr als 2 Monaten Sizilien.

Nun wollen wir den Stiefel noch umfahren und richten also den Bug unseres WoMo´s gen Süden.

Ein Blick auf die Großstadt Reggio Calabria

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Der schlechte Wetterbericht für die nächsten Tage motiviert uns einen Unterschlupf auf einem Campingplatz zu finden. Das Problem ist das gleiche wie auf Sizilien. Kaum ein Platz hat im Winter offen. Wir haben jedoch Glück und finden nach einer kleinen Irrfahrt, verursacht durch unser Navi, im Ort “Motta San Giovanni” bei Lazzaro den Platz “Villagio Magna Grecia”, wenige Meter unter der Straße und der Bahn.


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Gleich nach dem Einchecken beginnt es zu regnen und nun ist es schon 16 Uhr und es regnet noch immer kräftig. Wegen der starken Windböen muss ich auch unser Sonnensegel, dass den Eingang ein wenig vor dem Wasser schützen sollte, wieder abnehmen. Wenigstens haben wir Strom und werden so die nächsten Tage hier abwarten.


Mittwoch 22.2.2012
Kein Foto von diesem Campingplatz. Nur strömender Regen, Sturmböen und Hauptstraße und Bahnlärm die ganze Nacht.
Danke, gegen den Regen kann man nichts tun, aber der Lärm, NEIN !!

Um 8.30 Uhr sind wir wieder unterwegs, obwohl es stürmt und noch immer stark regnet.
Fotos machen wir derzeit keine, ich muss schauen, dass wir bei diesen Regenstürmen auf der Straße bleiben.
Mit max. 50km/h geht es weiter bis nach Locri.
In der Nähe von archäologischen Ausgrabungen finden wir einen recht ruhigen kostenlosen Parkplatz zum Übernachten.


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Der Regen hört erst gegen 19 Uhr auf und somit hat es sage und schreibe über 32 Stunden durchgehend geregnet, d.h. eigentlich geschüttet.

Hier ein nicht sehr motivierendes Regenbild:

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Donnerstag 23.2.2012
Die Nacht verbringen wir endlich ohne Wasser, zumindest von oben. Wegen der hohen Luftfeuchtigkeit läuft im Womo das Wasser an den Fenstern herunter, so dass ich schon einen Wassereinbruch befürchte. Durch genaue Nachschau konnte das jedoch ausgeschlossen werden. Der Tag fängt recht freundlich an und wir haben gegen Mittag auch schon 17 Grad und Sonne.

Vorher am Morgen besuchen wir jedoch das geschlossenen “Teatro Greco” und kommen hier mit einen netten Italiener ins Gespräch. Wir bekommen eine große Zedratzitrone geschenkt, fahren zu seinem Bauernhof und kaufen hier einen großen Sack pflückreife Orangen und nach Verkostung einen 5-Liter Ballon Hauswein - na dann Prost !

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Von hier aus klettert unser Womo auf 450m Seehöhe nach “Gerace”. Unser Navi führt uns wieder mal einen “Schleichweg” nach oben. Das kostet wieder Nerven, besonders da diese Nebenstraßen vom Regen der letzten Tage teilweise recht “weich” sind. Oben in Gerace angekommen und besonders beim Runterfahren finden wir natürlich sehr wohl wesentlich bessere Straßen vor, obwohl uns das Navi wieder die gleichen Nebenstraßen an die Küste zurückführen wollte.
Trotz allem hat sich die Fahrt hoch nach Gerace gelohnt. Tolle Aussichten und eine wunderbare, verwinkelte alte Stadt.


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Das Navi will uns wie schon gesagt, wieder die gleichen schmalen Nebenstraßen hinunter lotsten. Wir sind jedoch standhaft und nehmen die breite schöne Asphaltpiste und so ist das Runterfahren wesentlich einfacher ;-)

Mittag bleiben wir in “Marina di Gioiosa Jonica” am Ende des Lungomare stehen und lassen unsere Fellnasen nach der langen Regenperiode wieder mal so richtig am Sandstrand toben.
Unsere Fellnase “Luna” freut sich sichtlich über das schöne Wetter.


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Später am sehr langen Lungomare in “Roccella Jonica” gibt es Brunnen, wo wir unser Wasser auffüllen können.
Bevor wir wieder auf die Küstenstraße einschwenken, sehen wir auch noch den
“Torre Spina o del Cavallaro”.

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Oh Wunder, etwas neues - es fängt wieder etwas zu Regnen an. Unterwegs suche ich eine “Ferramenta”, eine Eisenhandlung. Der Türgriff vom Womo will wieder abrechen und nach zwei vergeblichen Versuchen finde ich einen Laden der mit einem sehr freundlichen, hilfsbereiten und sogar englisch sprechenden Verkäufer meinen Bedarf decken kann. Ich bin selig, um 9 € bekomme ich eine passende Türschnalle.

Wir fahren noch 13 km - was wohl - bei leichtem Regen nach “Roccella”, wo wir vor dem “Parco Acheologico di Scolaciom” die Nacht verbringen. Ach ja, der Regen hört hier auf!


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Freitag 24.2.2012
Am Morgen haben wir blauen Himmel und sind glücklich - endlich!
Gegen 8.30 Uhr besichtigen wir die nie fertiggestellte riesige mit Backsteinen verkleidete Kirche, das “Teatro” und die Nekropolen aus byzantinischer Zeit.

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Nach 1 Stunde düsen wir weiter zum “Capo Rizzuto”. Der Sarazenenturm ist zwar sehenswert, jedoch ist hier für uns kein passender Stellplatz zu sehen, obwohl die Aussicht fantastisch ist.


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Also weiter zum Leuchtturm bei “Ciro Marina”. Am Sandstrand entlang kriechend ;-) fahren wir ca. 200m und finden hier endlich ein für uns passendes Ü-Plätzchen. Es gefällt uns hier sehr gut, so dass wir beschließen 2 Nächte zu bleiben.
Wir kommen mit einigen Spaziergängern ins Gespräch, die im Nahe gelegenen Camp stehen. Dort soll es recht günstig sein und außerdem gibt es auch eine Waschmaschine mit Trockner. Das wollen wir eventuell auch nützen.


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Die Flatterdinger hier am Auto sind unsere feuchten Sachen von den letzen Regentagen, die wir hier endlich trocknen können.

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Sonntag 26.2.2012
Zwei Nächte verbringen wir hier mit viel Sonne und viel Ruhe. Unsere Sachen und unser Womo sind wieder trocken und der heutige Morgen bringt bewölkten Himmel und die Notwendigkeit von V/E. Gleich in der Nähe ist der Campingplatz “Punta Alice”. Und hier können wir - oh Wunder - kostenlos entsorgen und Wasser bunkern. So um 9 Uhr fahren wir weiter Richtung
“Golf von Taranto”. In der Reggione “Basilicata” sehen wir diesen wunderschönen “Torre”:

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Mehr als einmal schwenken wir ab zum “Mare” in der Hoffnung einen für uns passenden Ü-Platz zu finden. Leider werden unsere Erwartungen nicht erfüllt. Dort wo es passen würde, ist der Strand, die Wiese, der Parkplatz so vermüllt, dass uns jede Freude vergeht. Es ist einfach traurig, dass hier das eigene Land von den Italienern so verschandelt wird!
Und etwas möchte ich hier auch anbringen. Im Winter sind zwar die meisten Campingplätze geschlossen (verständlich), aber die Camps die offen haben, bieten zwar für rund 200€ im Monat für Überwinterer einen guten Preis, aber sehr oft auch einen nicht gerade guten Service. Die Duschen sind verdreckt, Warmwasser nur vorhanden wenn die Sonne scheint, Rost und Alufraß ist an der Tagesordnung. So wird einem das Reisen im Winter in Italien nicht gerade leicht gemacht.

Inzwischen sind wir um die Mittagszeit in “Policoro” am Lido eingetroffen. Es ist Sonntag und viele Familien machen einen Strandspaziergang, so dass der Lido recht gut besucht ist. Es ist nun schon 15 Uhr und die meisten Ausflügler sind wieder weg. Wir stehen hier am Parkplatz jetzt fast alleine und der Himmel macht leider auch wieder zu.
Nach einem frugalem Mittagessen schreibe ich diesen Bericht und bin leider etwas depremiert wegen den allgegenwärtigen Vermüllung.

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Um 16 Uhr starten wir nochmal unser Womo um doch 20 min. weiter zu einem im WoMo-Schulze Buch gefundenem Stellplatz zu fahren. Es werden 30 min. weil unser Navi trotz neuestem Kartenmaterial die aktuellen Straßen nicht kennt und wir uns wieder mal verfahren.
Das ist es, was wir suchen! Ein Strandplätzchen nach unserem Geschmack.


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Derzeit haben wir leider keine Internetverbindung. Nach vielen “vor und zurück”, steht das WoMo nun etwas versteckt hinter den Büschen und wir hoffen auf zwei angenehme Tage.

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Montag 27.2.2012
Die Nacht ist gemischt mit Regen und leichtem Wind und diversen nächtlichen Aktivitäten, die sich dann am Weg und am Parkplatz präsentieren. Einfach schade!
So brechen wir nun doch bald wieder auf.
Der Morgen bringt einen kleinen Sturm abwechselnd mit Regen und Sonne.
In der Nähe der Hauptstraße bleiben wir kurz stehen, hier gibt es Internetempfang, um einen Espresso zu trinken und diesen Bericht zu schreiben.

Der Wind frischt kräftig auf und unser nächstes Ziel ist ein Stellplatz nach Taranto. Diese Großstadt mit ihrem Verkehrsgewühl streifen wir am Rande beim Containerhafen.


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Wir drängen uns durch den dichten Verkehr über die noch in Funktion befindliche Drehbrücke und vorbei am gut erhaltenen Castell bis zum Gouverneurs-Palast und entdecken dort im Meer auch eine echte Nixe.

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Endlich sind wir draußen aus der Großstadt und erreichen gegen Mittag einen Torre, wo wir kurz halten und die Fellnasen füttern. Zum Aussteigen ist es viel zu stürmisch. So geht es langsam viele Kilometer entlang an wunderbaren Sandstränden. Wenn nur der Sturm nicht wäre!

Um 13 Uhr treffen wir bei Sonne und Wind in “Punta Prosciutto” ein, wo wir in einer Sommersiedlung vor einem Häuschen im Windschatten unser Lager aufschlagen. Es hat zu Mittag gerade mal 11 Grad und nun am Abend nur mehr 6,8 Grad. Heute werden wir die Heizung wohl oder übel wieder mal einschalten müssen.


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Der Wetterbericht sagt auch für die nächsten Tage für diese Gegend nichts Gutes voraus. Und so wollen wir Morgen wieder mal flüchten.
Und zwar nach Brindisi, dort soll es dann - hoffentlich - 17 Grad und Sonne haben.

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Süditalien 2012
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