Spanien Portugal 2010
Der Weg ist das Ziel
Private Reiseberichte
www.womo-reisen.net
  Eine spirituelle Reise nach Nordspanien und Portugal
31.03.2010

Die erste kurze Ausfahrt mit unserem WOMO nach der Werkstätte. Ein neuer Zahnriemen und ein Ölwechsel war nun vor der Reise notwendig geworden. Die Fahrt führte mich zu meinem Reifenhändler um die Pneus kontrollieren zu lassen und den Luftdruck einzustellen. Dabei haben wir festgestellt, dass der Reservereifen, den noch nie gebraucht wurde, bereits 14 Jahre auf dem Gummi hat. Nun muss ich mal etwas warten, ob da ein gebrauchter C-Reifen hereinkommt, ansonsten ist da wohl ein Neuer fällig.
Wenn man aber bis zu 10.000 km vor sich hat, da muss schon alles OK sein.

Vor ein paar Tagen habe ich unserem Bus einen neuen Teppich spendiert und das sieht nun recht cool aus.
Der Fernseher wird wieder eingebaut, die Gasflaschen wurden heute gegen volle getauscht.
Und etwas wichtiges ist noch einzufügen. Bei unserem Automobilclub haben wir natürlich ein Auslandspaket mit Ersatzteilservice, Auslandskrankenbetreuung usw., eigentlich eine super Sache. Aber wenn unser alter Bus streikt, weil zB. die Reparatur im Ausland nicht durchgeführt werden kann, so wird der Heimtransport des Fahrzeuges nicht gezahlt, wenn die Kosten den Restwert des Autos übersteigen. Da habe ich mal bei meiner Haftplichtversicherung nachgefragt und ein Assistenz-Paket um rund 3 Euro pro Monat bekommen. Hier wird das Auto im Notfall ohne Rücksicht auf den Restwert nach Hause gebracht. Echt günstig, finde ich.

Mit Fotos sind wir etwas sparsam. Die Onlinekosten sollen sich doch im erträglichen Maße bewegen.
Hier beginnt unser Reisebericht.

Am Donnerstag den 29. April 2010 sind wir um 13:30 von zu Hause abgefahren.
Auf Landstraßen geht es über Lienz nach Südtirol und bei der Stellplatzsuche fahren wir über den Furkel-Pass auf 1790 m Seehöhe bis Klausen, wo wir am Parkplatz P2 eine ruhige Nacht verbringen.

Mit einen Südtiroler Familie sind wir gleich ins Gespräch gekommen. Unser WoMo hat ihnen so gefallen.

30.4.2010
Morgens um 5.40 Uhr war schon wieder Tagwache und wir genießen unsere erstes Frühstück im WoMo nach dieser langen Tagesfahrt.

Kurz nach 7 Uhr sind wir wieder auf Achse.
Bald haben wir den Garda-See zu unserer Linken. Das Wetter ist zwar angenehm warm mit 19 Grad aber über dem See liegt ein dichter Dunst, der das Fotografieren  unmöglich macht.
Nach dem See fahren wir auf die Autobahn, um den vielen Ortsdurchfahrten auf der Strecke nach Genua zu entgehen.
Mittagspause machen wir diesmal auf einem AB-Rastplatz nach Cremona.
Am Abend um 7 Uhr erreichen wir Sanremo und finden nach einigen Kurvereien und schon fast blanken Nerven wegen des vielen Verkehrs an der Küstenstraße einen Stellplatz direkt neben dem Wasser.
Im Sommer dürfte der Platz für WoMo gesperrt sein, Einfahrhöhe 2,20 M.

Nach einem Hühnchen aus der Pfanne sehen wir etwas fern, erstellen diesen Bericht und fallen dann bald nach diesem 12 Stunden Tag ins Bett.
1.5.2010
Am Morgen sehen wir, dass über Nacht insgesamt 19 WoMo´s hier stehen.
Um 8 Uhr fahren wir nach dem Frühstück und einem Strandspaziergang Richtung Frankreich weiter.




Wir fahren rein nach Monaco - Monte Carlo - aber leider können wir den Küstenbereich und den Hafen nicht besichtigen, weil die Unterstadt wegen dem bevorstehenden Grad-Prix schon gesperrt ist. So kurven wir recht ohne Plan durch Monaco und wieder hinaus.
Der weitere Weg führt uns nach Nizza. Auch hier ist die Strandstraße gesperrt und wir durften uns durch die schöne, stark belebt Innenstadt stauen.
Vom Verkehr in den Küstenorten haben wir die Nase voll und entschließen uns, ein mal die Autobahn zu versuchen.
Wir haben es erfahren, die AB in F sind sündteuer.
Für 198 km haben wir 28 € bezahlt und das ist entschieden zu viel.





Von Arles fahren wir nach Saintes Marie de la Mer in der Carmargue. Unterwegs bewundern wir die reiche Natur mit den berühmten weißen Pferden der Carmague. Die rosaroten Flamingos und die schwarzen Stiere haben es uns auch angetan.
Einen Stellplatz finden wir direkt am Meer. Betonpiste ohne alles um 9,50 € pro Nacht. Wir drehen eine kleine Runde und entern den CP gleich nebenan und zahlen dort 15 € inkl. Strom und VE.
2.5.2010

Saintes Marie de la Mer

Die Küste ist hier total verbaut, aber wir können doch an der Küstenpromenade einen schönen Morgenspaziergang machen. Hundeverbot direkt am Sandstrand.

Gegen 10 Uhr nach VE starten wir Richtung Toulouse.
Das Wetter kommt uns entgegen, es ist bewölkt und mit 18 Grad auch nicht gerade heiß, somit zum Fahren recht angenehm.

Die Fahrt nach Toulouse machen wir über größtenteils sehr gut ausgebaute Landesstraßen.
Im Dep. Roussillion fahren wir durch viele wellige Gegenden mit sehr wenig Verkehr. Die Ortschaften stellen uns oftmals auf die Probe - ein Kreisverkehr jagt den anderen.

Um 17:30 erreichen wir in Toulouse einen SP/Parkplatz direkt beim Raumflugcenter (Ausstellungsgelände). Daneben ein tolle große Parkanlage, wo unsere Westies sich mal richtig auslaufen können.
3.5.2010
Nach den Auffüllen unseres Womo´s mit Kraftstoff, fahren wir durch die Gascogne. Nach Biaritz erreichen wir endlich unser erstes Hauptziel: Spanien.

Gleich nach der Grenze in Hondarribia finden wir bei der Marina einen Parkplatz zum Übernachten.
Eine ruhige Nacht, aber mit starkem Wind und Regen.
Hier ist fast der Winter eingebrochen. Mit gerade mal 11,2 Grad zu Mittag ist es nicht gerade warm.
4.5.2010
Wir machen uns auf den Weg nach San Sebastian, wo wir nach einer Stadtrundfahrt den Vormittag mit Einkaufen verbringen. (Internet Modem und Lebensmittel)
Die Besichtigung der Stadt ist nur auf Achse möglich, weil sich meine Navigatorin noch zu Hause den kleinen Zeh gebrochen hat.

Am Nachmittag fahren wir entlang der Küste bis Lekeito mit einer wunderbare Küstenlinie mit vielen eingelagerten Sandbuchten. Leider ist es sehr stürmisch. In Lekeito finden wir einen windgeschützten Parkplatz zum Übernachten.
5.5.2010

Heute sehen wir uns Bilbao an. Na was wohl - das Guggenheim-Museum natürlich und die Schwebebrücke “Puente Colgante”.
Das Museum ist in seiner Weitläufigkeit und mit seiner Titanplattenverkleidung einfach sehenswert. Der vor dem Museum stehende riesige Blumenhund “Puppi” (oder ist es eine Katze) besteht zur Zeit ganz aus Stiefmütterchen.

Die Brücke. ein technischen Wunderwerk von Alberto De Palaceo. Gebaut 1890 bis 1893. Sie ist ein Unesco Weltkulturerbe und funktioniert noch immer reibungslos.
   
Eigentlich wollen wir zum Ebro-Stausee. Aber das Wetter wird immer besch..... und so beschließen wir, wir fahren erst nach Portugal und der Camino kommt erst später dran.

Auf der Hochebene “Sierra de la Tessla” liegt noch bis auf 900 m Schnee. Bei 5,5 Grad fahren wir mit immer weniger werdenden Wolken Richtung Süden und unsere Stimmung steigt mit jeden Sonnenstrahl.



Die Energiepolitik scheint hier auf Alternativ eingestellt zu sein. Es gibt massenhaft Windräder und bei Valladolid eine riesige Photovoltaik-Anlage.

Beim ersten erreichten Stausee “Emb. de Almendra”,
10 km vor Portugal machen wir einen Tag Pause
 
   
6.5.2010
Es ist noch dunkel. Herta wird von leisem elekroníschem Piepsen munter. Was ist das?
Nach wenigen Minuten nochmal. Nun wird der Käptn geweckt. “Es pipst” - “wird wohl drausen sein”
“Nein, warte..” Gerhard wartet nicht lange genug und schläft wieder ein. Das Piepsen kommt wieder. Gerhard wird also wieder geweckt, Herta steht auf um diesem Pipsen auf den Grund zu gehen. Es kommt nun öfters und zwar vom Armaturenbrett. Gerhard ist munter und stellt fest, es ist der Frostwächter. Es hat 2,1 Grad und da pipst das Teil eben.
Um 7:45 hat es dann 2,8 Grad bei stahlend blauen Himmel und Sonne. Wir bleiben heute hier.

Noch ein Womo steht da, ein Deutscher, der schon sehr oft in Portugal war und gerade wieder dieses schöne Land besuchen will.
Ein Fuchs ist neugierig auf die Touristen und stattet uns einen Besuch ab.
 
   
Durch viel, viel Gegend fahren wir weiter Richtung Portugal.
Was wir nicht für möglich halten ist passiert, wir werden an der Grenze kontrolliert.
In Miranda machen wir einer Stadtrundgang und fahren anschließend weiter nach Braganca.

Hier besorge ich mir von Vodafone den Praypaid Internet Stick um € 54 mit Modem für 10 Tage.
Später stellt sich heraus, dass mir ein 10 Stunden Tarif angedreht wurde, das hat dann aber auch gereicht um Mails abzurufen und die HP zu aktualisieren.

Die schöne Burganlage in Miranda wird genau in Augenschein genommen.
 
   
Nach einer weiteren Stunde Fahrzeit finden wir am Rio Tuelo einen ruhigen Übernachtungsplatz.

Von der Hauptstraße fahren wir hier bei zwei Häusern vorbei und eine richtige Schaukelpiste bringt uns hinunter zu Fluss.

Ganz alleine verbringen wir hier eine ausnehmend erholsame Nacht.
 
7.5.2010
Am diesem Morgen fahren wir zu den Wackelsteinen bei Bolideira und weiter in Richtung Chaves.Wir fahren durch “alle” Schluchten und Täler Portugals.
Die Straßen sind  “Vollmilch-Nuss-Landstraßen”
(Zitat: womo Schulz)

So holpern wir durch die Gegend und sehen und riechen teilweise noch verbrannte Erde vom letzten Jahr.

In Chaves besichtigen wir wie so oft den Altstadtkern, mit unserer ersten Kirche, die im Inneren vollständig mit wunderschönen Azulejos verkleidet ist.
Auch die alte Römerbrücke wird besichtigt.

Was haben wir für Glück: vor dem Rundgang Regen, danach Gewitter und bei der Weiterfahrt kommen wir sogar in ein Hagelwetter mit kirschgroßen Hagelkörnern.
   
   
Die Schluchten und Täler Portugals
Wir sehen noch einige Horreos, das sind alte kleine Maisspeicher auf Steinsäulen
Kurz vor dem Baragem do Alto Rabagao auf 870m Seehöhe, einem der größten Stauseen Portugals machen wir Bekanntschaft mit den hiesigen Rindviechern.

Wir bleiben am Straßenrand stehen und stellen den Motor ab, um die kleine Herde vorbei zu lassen.

Neugierig und mit einem sanften Blick werden wir begutachtet.

So oft sehen diese “Longhorns” wahrscheinlich keine Touristen.


Am Stausee beziehen wir einen Platz direkt am Wasser.
 
   
   

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